Aktuelle Nachrichten
Wirtschaft
„Mehr Kontrolle nötig“
Frankfurt- Laut Frankfurter Rundschau fordert die Bauindustrie eine unabhängige Aufsicht für komplexe Großprojekte wie die Kölner U-Bahn. „Es kann nicht sein, dass die letzte Prüfung bei dem liegt, der den Bau bezahlt, zumal den Auftraggebern dafür oft die fachliche Kompetenz fehlt“, so Manfred Nußbaumer, Vizepräsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie. Ebenso in der Pflicht sehe Nußbaumer aber auch die Baufirmen: Sie sollen „offensichtliche Lücken in ihrer eigenen Bauüberwachung schließen“. Er plädiere für eine Korrektur des Vergaberechts, um ein größeres Maß an Qualität sicherzustellen: „Die Kosten spielen nach wie vor die zentrale Rolle bei Ausschreibungen“.
Kein Link da Printausgabe vom 05 März 2010, S. 15
08-03-10
Affäre - Neue Details in Skandal um Finanzgeschäfte der Wasserwerke
Berlin- Laut ad-hoc-news.de haben zwei Manager des Schweizer Unternehmens Value Partners die Vertragsgestaltung der hochriskanten Finanzgeschäfte der ehemaligen Geschäftsführung der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) zu Gunsten des Unternehmens beeinflusst. Die Dresdner Staatsanwaltschaft habe sich bis vor kurzem mit den Geschäftspraktiken der beiden Manager beschäftigt. Sie sollen schon früher als Mitarbeiter des Unternehmens Global Capital Finance städtische Manager Leipzigs bestochen und der Stadt eine Spende von 322.000 Euro für die Olympiabewerbung zugekommen lassen haben. Beide Manager sollen im Dezember 2009 die Einstellung der Strafverfahren gegen Zahlung von je 150.000 Euro erreicht haben.
08-03-10
Zu Unrecht gefeuert
München- Laut sueddeutsche.de ist die Deutsche Bahn bei den Aufräumarbeiten nach der Datenaffäre zu weit gegangen. So sei die Chefermittlerin bei Korruptionsdelikten zu Unrecht gefeuert worden. Das Arbeitsgericht Berlin habe mit seinem Urteil zugleich die Position der internen Ermittler beim „begründeten Verdacht“ von Korruption gestärkt. In Einzelfällen könne es „erforderlich sein, personalbezogene Daten“ von Mitarbeitern, deren Familien und Auftragnehmern der Bahn „abzugleichen“. So könne Hinweisen auf gesetzeswidrige Geschäfte nachgegangen werden.
08-03-10
Ex-Siemens-Vorstand Wilhelm im Visier der Justiz
München- Laut op-online.de ist im Zusammenhang mit der Affäre um die verdeckte Finanzierung der Betriebsräteorganisation AUB das frühere Siemens-Vorstandsmitglied Günter Wilhelm ins Visier der Justiz geraten. Ihm werde vorgeworfen, seinen Nachfolger Johannes Feldmayer Anfang 2000 dazu angestiftet zu haben, dem früheren Chef der Betriebsräteorganisation, Wilhelm Schelsky, über einen Beratervertrag Millionenbeträge zukommen zu lassen. Ermittelt werde auch gegen zwei Siemens-Manager aus der zweiten Reihe. Mit den Siemens-Geldern sei das Ziel verfolgt worden, die arbeitgeberfreundliche AUB als Konkurrenz zur IG Metall aufzubauen.
08-03-10
Korruption und Pfusch
Köln- In einer Sendung des Deutschlandfunks heißt es, weder die Selbstverpflichtungserklärung der Baufirmen, noch die Zertifizierung durch staatliche Stellen sollen bisher nachhaltig Wirkung im Kampf gegen Korruption und Pfusch am Bau gezeigt haben. Entsprechend der Korruptionsstatistik des Bundeskriminalamtes habe die Baubranche in den letzten acht Jahren immer ganz weit vorne gelegen, so Peter von Blomberg, stellvertretender Vorsitzender von Transparency Deutschland. Den durch Korruption entstandenen Schaden schätze das Bundeskriminalamt auf etwa fünf Milliarden Euro.
Politik
Für Opposition ist Howoge-Affäre nicht beendet
Berlin- morgenpost.de berichtet, der SPD-Abgeordnete Ralf Hillenberg habe seine Fraktion im Berliner Senat wegen der Howoge-Affäre verlassen. Er habe jahrelang mit seiner Baufirma Aufträge des landeseigenen Wohnungsbauunternehmens Howoge ohne Ausschreibung erhalten. Hillenberg habe das eingeräumt, darin jedoch kein Fehlverhalten gesehen und behalte deswegen sein Mandat. Die Opposition habe vom Senat Aufklärung über die fehlende Kontrolle des Senats über das Landesunternehmen gefordert. Zur Klärung der offenen Fragen würden vom Senat bestellten Aufsichtsratsmitglieder in die zuständigen Ausschüsse eingeladen.
10_03_10_morgenpost.de (kostenpflichtig)
11-03-10
Dienstreisen als Außenminister: Steinmeier und sein Prinz
Hamburg- stern.de berichtet, SPD-Fraktionschef Steinmeier habe sich auf seinen Reisen als Außenminister elf Mal von dem Medienunternehmer Detlef Prinz begleiten lassen. Prinz habe den Außenminister mehrfach in von ihm betriebene Gaststätten eingeladen. Eine von Prinz geführte Stiftung habe eine Wahlkampfveranstaltung Steinmeiers bezahlt. Zudem seien sowohl Steinmeier als auch Prinz und ein weiterer Freund des Politikers, der Chef der halbstaatlichen Deutschen Energie-Agentur (Dena), Stephan Kohler, gemeinsam Untermieter eines Hauses in Saaringen gewesen. Die Dena habe im Laufe eines Jahres für über 500.000 Euro Anzeigen bei von Prinz verlegten Zeitungen geschaltet. Die staatlichen Zuwendungen an die Energieagentur sollen 2008 bei knapp neun Millionen Euro gelegen haben.
10_03_10_stern.de
08-03-10
Reisebegleiter und mehr
Frankfurt am Main- Laut faz.net wird dem Vizekanzler und FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle vorgeworfen, unsensibel dienstliche Verbindungen mit parteipolitischen und privaten verquickt zu haben. Die Opposition fordere Aufklärung, nachdem die Zeitschrift „Der Spiegel“ berichtet habe, dass FDP-Spender offizielle Reisebegleiter des Außenministers seien. Westerwelle habe zudem an der Eröffnung eines Hotels in Bonn teilgenommen, zu deren Veranstaltern sein Lebensgefährte Mronz gehöre. Westerwelle habe an der Veranstaltung in seiner Funktion als Bonner Bundestagsabgeordneter teilgenommen, so sein Büro.
08-03-10
Mehrheit für Änderung bei Partei-Sponsoring zeichnet sich ab
Berlin- Laut welt.de wird der Bundestag beim umstrittenen Parteien-Sponsoring voraussichtlich für mehr Transparenz sorgen. Das habe sich am Wochenende abgezeichnet, nachdem sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine Überprüfung der Regeln zur Parteienfinanzierung starkgemacht habe. Bündnis 90/Die Grünen-Fraktionschefin Renate Künast fordere, Sponsoring-Einnahmen künftig Parteispenden gleichzustellen und die Pflicht zur Veröffentlichung auf Geldleistungen auszudehnen. Die CSU-Landesgruppe wolle mit einem „Sponsoring-Transparenz-Gesetz“ noch weiter gehen: Alle Empfänger von Sponsorengeldern sollen zur Offenlegung gezwungen werden.
08-03-10
Wie der Bundestag die Debatte vergeigt
Hamburg- Laut stern.de hat der Bundestag die Debatte zum Thema Parteisponsoring vergeigt. Die Großkopferten sollen geschwiegen, die Hinterbänkler dafür umso lauter geschrien haben - wobei sie die Sünden ihrer eigenen Parteien vergessen haben sollen. Wichtige Kenner der Materie sollen gefehlt haben, wie beispielsweise Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), oberster Schiedsrichter in Fragen der Parteienfinanzierung. Wer wissen wolle, wie der Sponsoring-Sumpf trocken gelegt werden könne, sei auf einer parallel zum Bundestag laufenden Pressekonferenz von Transparency Internationale Deutschland, dem Verein Lobby Control und dem Kampagnennetzwerk Campact besser bedient worden.
08-03-10
„Habe mir Schwarz-Geld gewünscht“
Frankfurt- In einem Interview mit fr-online.de befürwortet Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Überprüfung der Regeln zum Parteien-Sponsoring durch Wirtschaftsunternehmen. „Wenn es dort Nachbesserungsbedarf gibt, werden die Parteien über die notwendigen Änderungen sprechen“, so Merkel. Das Thema betreffe alle Parteien gleichermaßen. „Wenn es nötig sein sollte, sehe ich ähnlich gute Chancen auf gemeinsame Lösungen wie in der Vergangenheit bei der Neufassung der Regeln zu Parteispenden im Parteiengesetz“, so Merkel.
Verwaltung
Justizbeamter unter Korruptionsverdacht
Flensburg- abendblatt.de berichtet, die Polizei habe einen Flensburger Gefängniswärter und einen seiner ehemaligen Häftlinge wegen Korruptionsverdachts festgenommen. Der Justizbeamte soll dem Gefangenen während der Untersuchungshaft die Nutzung eines Handys ermöglicht haben. Dafür soll er im Gegenzug einen Gebrauchtwagen sowie einen Leihwagen für eine Wochenendtour nach München bekommen haben.
10_03_10_abendblatt.de (kostenpflichtig)
08-03-10
Versehen als Prinzip
Berlin- Laut jungewelt.de wollte das Bundesministerium des Innern (BMI) bis zum Jahresende 2009 eine Bewertung der allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Einsatz von Lobbyisten in der Bundesverwaltung vorlegen. Bis heute sei keine Evaluierung veröffentlicht worden. Da seit Inkrafttreten der Verwaltungsvorschrift im Juli 2008 erst „knapp 1,5 Jahre vergangen“ seien, habe man „wegen der Kürze des Erhebungszeitraums“ die Evaluierung „zurückgestellt“, so der Parlamentarische Staatssekretär im BMI, Ole Schröder (CDU). „Es ist absolut inakzeptabel, dass die Bundesregierung es offensichtlich nicht schafft, ordentlich Rechenschaft über externe Mitarbeit in den Ministerien abzulegen“, so Heidi Klein, Vorstandsmitglied von Lobby Control.
Kommunen
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Gesundheit
BDK prangert „krankes System“ an
Starnberg- Laut compliancemagazin.de hat die Pharmaindustrie ein Netzwerk der Korruption über Deutschland ausgeworfen. „Das behindert Innovationen und verschlechtert die medizinische Versorgung“, so der Sprecher im Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Uwe Dolata. Die Pharmamanager würden vor juristischen Konsequenzen jedoch wenig Sorge haben müssen, da es noch keine entsprechende Verurteilung in Deutschland gegeben habe. Jeder Versuch einer Gesundheitsreform scheitere am Einfluss der Pharmalobby.
10_03_11_compliancemagazin.de
11-03-10
Ärzte gegen die Pharma-Lobby: Mein Essen zahl ich selbst
München- sueddeutsche.de berichtet über eine Initiative von knapp zweihundert Ärzten gegen die Beeinflussung des Berufsstands durch die Pharmaindustrie. Im Jahr 2007 wurde der Verein „Mezis“ („Mein Essen zahl ich selbst“) gegen die Praktiken gegründet, Ärzte mit Geschenken zu umwerben, welche im Gegenzug ihre Medikamente verschrieben. Zudem sei die Initiative gegen die „Anwendungsbeobachtungen“, bei denen Mediziner bestimmte Präparate verschreiben und die Wirkung auf mit bis zu 1.000 Euro bezahlten Fragebögen dokumentieren.
10_03_10_sueddeutsche.de
11-03-10
Ruppiner Kliniken im Visier - Staatsanwaltschaft prüft Sponsoring für lokalen Fernsehsender
Neuruppin- Laut maerkischeallgemeine.de hat die Neuruppiner Staatsanwaltschaft aufgrund eines Anfangsverdachts der Untreue Vorermittlungen gegen die Ruppiner Kliniken aufgenommen. Grund sei das Sponsoring eines lokalen Fernsehsenders. In einer anonymen Anzeige seien heftige Vorwürfe gegen Klinikchef Horst-Michael Arndt erhoben worden. Relevant für die Staatsanwaltschaft sei zudem eine Reise von Klinikchef Arndt in die USA. Die Reisekosten soll eine Firma übernommen haben, die später von den Ruppiner Kliniken Aufträge in Millionenhöhe erhalten habe. Es bestehe zwar ein Korruptionsverdacht, der Fall sei jedoch bereits verjährt.
10_03_05_maerkischeallgemeine.de
08-03-10
Milliardenschaden durch Korruption im Gesundheitswesen
München- AFP berichtet, in Deutschland entstünde durch Betrug und Bestechung im Gesundheitswesen ein Schaden in Höhe von 13,5 Milliarden Euro im Jahr. Laut Paul Vincke, Leiter des Netzwerks gegen Betrug und Korruption im Gesundheitswesen, entspreche die Summe knapp sechs Prozent der 240 Milliarden Euro Gesamtausgaben. Beim Leiter der Ermittlungsgruppe zu Abrechnungsmanipulation bei der AOK Niedersachsen, Peter Scherler, gingen nach dessen Angaben täglich fünf bis sechs einschlägige Hinweise ein. Kriminalhauptkommissar Jörg Engelhard, der in Berlin das Fachkommissariat „Medicus“ leite, bezeichne das deutsche Gesundheitssystem als „unglaublich korrupt“.
Entwicklungszusammenarbeit
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Sport
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Hinweisgeber
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Finanzmarkt
Urteil: Finanzaufsicht muss Bankunterlagen weitergeben
München- focus.de berichtet, der Hessische Verwaltungsgerichtshof habe am Dienstag entschieden, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sei gemäß dem Informationsfreiheitsgesetz „unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen und Einschränkungen dazu verpflichtet, jedermann Zugang zu amtlichen Informationen“ (Az. 6 A 1684/08) über einzelne Banken und Dienstleister zu gewähren. Ein Kunde habe Einsicht in BaFin-Unterlagen über eine Bank verlangt, um gegen Spekulationsgeschäfte zu seinen Lasten vorzugehen. Die BaFin habe dies aus Furcht vor nachlassender Kooperationsbereitschaft der Banken und mit dem Argument abgelehnt, das Schwärzen geheimer und personenbezogener Daten sei ein unverhältnismäßiger Aufwand.
10_03_09_focus.de
08-03-10
Neue Wächter für die Banken
Hamburg- In einem Beitrag in Die Zeit sagt Helmut K. Anheier, Dean der Hertie School of Governance und Leiter des Heidelberger Centrums für soziale Investitionen, dass die Neuordnung des globalen Finanzsystems unter Ausschluss der Zivilgesellschaft vollzogen werde. Es mangele an Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Bürgerinitiativen, Verbraucherverbände, Stiftungen und Thinktanks, die im Finanzwesen zwischen Markt und Staat vermitteln würden. Erst mit einer zivilgesellschaftlichen Infrastruktur ließe sich das losgelöste Finanzsystem wieder einfangen - nicht nur finanzpolitisch, sondern auch gesellschaftspolitisch.
Kein Link da Printausgabe vom 04. März 2010, S. 27
Medien
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Dritter Sektor
Maserati-Skandal: Chef-Gehalt der Treberhilfe weit über Durchschnitt
Berlin- welt.de berichtet, Teile des Aufsichtsrates sollen den Rückzug des Chefs der gemeinnützigen Berliner Treberhilfe, Harald Ehlert, gefordert haben. Der Berliner Senat wolle die Staatsanwaltschaft und die Steuerverwaltung einschalten. Ehlerts überdurchschnittliches Gehalt begründe den Verdacht der Zweckentfremdung öffentlicher Mittel, so Sozialsenatorin Bluhm. Die Höhe der an die Treberhilfe gezahlten Gelder werde nun ebenso geprüft wie ihre Gemeinnützigkeit. Aufsichtsratsvorsitzender Dane befürchte, dass Kräfte um Ehlert die Abberufung des Aufsichtsrates betreiben, um die Prüfung zu verhindern.
10_03_11_welt.de
11-03-10
Berliner Maserati-Affäre: Wohlfahrtsverbände bekommen verbindlichen Kodex
Berlin- morgenpost.de berichtet, der Senat wolle klare Verhaltensregeln für die Berliner Sozialwirtschaft erlassen, um die Zweckentfremdung von Geldern zu verhindern. Transparency Deutschland solle an deren Erarbeitung beratend beteiligt werden. Die Vergütung und die Kontrolle der Betriebe sollen klarer abgegrenzt werden. Soziale Einrichtungen sollen bei Verstößen aus der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege ausgeschlossen werden und somit keine Leistung mehr mit den Bezirken oder dem Land abrechnen können.
10_03_09_morgenpost.de
08-03-10
Bob Geldof bestreitet Spendenbetrug
Hamburg- Laut spiegel.de hat Bob Geldof, Organisator des Live-Aid-Benefizkonzerts von 1985, Berichte über millionenschweren Spendenbetrug scharf zurückgewiesen. Nach Informationen der BBC sollen sich äthiopische Rebellen in den achtziger Jahren Millionen Dollar an Hilfsgeldern erschlichen und für Waffen ausgegeben haben. Der Bericht stützte sich insbesondere auf die Aussagen eines früheren Mitglieds der damaligen Volksbefreiungsfront von Tigray. Geldof bezeichne die von der BBC zitierten Exil-Äthiopier als „nicht glaubwürdig“. Wenn die BBC ihm nur „einen Beweisschnipsel“ vorlege, werde er die Vorwürfe aber untersuchen lassen.
Strafverfolgung
Ermittlungen gegen Ex-Chef von Polizeigewerkschaft eingestellt
Hamburg- Laut abendblatt.de wurde das Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Leiter der Polizeiwache Osdorf und Ex-Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei eingestellt. Die Staatsanwaltschaft habe ein Telefongespräch abgehört, in welchem ein Bekannter ihn gebeten habe, Halterdaten eines Wagens an seinem Computer abzufragen. Den Korruptionsvorwurf der Ermittler, für die Datenübergabe eine Gegenleistung erhalten zu haben, bestreiteer. Der Fall könne nun nicht mehr ermittelt werden, da sein Freund nicht zu den Vernehmungen erschienen und nun gestorben sei.
10_03_10_abendblatt.de (kostenpflichtig)
Europäische Union
EU moves to address funding fraud, corruption
Brüssel- Laut euractiv.com können Bürger sowie EU-Beamte seit dem 01. März 2010 über eine neue Webseite anonym über Ungereimtheiten bei der Nutzung von EU-Geldern an das Europäische Amt für Korruptionsbekämpfung (OLAF) weitergeben. Das sogenannte „Fraud Notification System“ solle es künftig einfacher machen, OLAF Fälle von Korruption oder Betrug zu kommen zu lassen. Es erlaube Ermittlern, Fragen an die Informanten zu stellen, ohne dass diese ihre Anonymität aufgeben müssen. Dadurch erhoffe sich OLAF einen Zuwachs von Hinweisen.
10_03_02_euractiv.com
11-03-10
Mehrheit der Brüsseler Lobbyfirmen vermeiden Registrierung
Brüssel- Laut euobserver.com müssen sich noch mehr als 60 Prozent der Brüsseler Lobbyingberater im Lobbyistenregister der Europäischen Kommission (EU-Kom) eintragen. Dies gehe aus einer Studie der Initiative der EU-Kom für Lobbying-Transparenz und Ethik-Regulierungen (Alter-EU) hervor. Viele nicht registrierte Berater hätten dennoch Zugang zu den Parlamentsgebäuden und würden über zahlreiche Tricks verfügen, ohne Aufsehen die Interessen ihrer Klienten zu verfolgen. Transparenz sei bisher nicht gegeben, da die Registrierung trotz einer entsprechenden Resolution des Europäischen Parlaments nicht verpflichtend sei.
10_03_11_euobserver.com
Internationales
U.N. Studie: Lebensmittellieferungen an Somalia erreichen Bedürftige nicht
New York- nytimes.com berichtet, die Hälfte der Lebensmittellieferungen an Somalia würde von korrupten Auftragnehmern von Hilfsorganisationen, militanten Islamisten und lokalen Angestellten der Vereinten Nationen (VN) abgeschöpft. Dies gehe aus einem bisher unveröffentlichten Bericht des VN-Weltsicherheitsrats hervor, der eine unabhängige Untersuchung des Welternährungsprogramms in Somalia fordere. Zusätzlich sollen somalische Behörden mit Piraten zusammenarbeiten und Visa versteigern, mit denen hunderte Piraten und militante Oppositionelle in Europa untertauchen würden. Der somalische Präsident, somalische Diplomaten, Behörden, Unternehmer und Vertreter des Welternährungsprogramms würden die Vorwürfe zurückgewiesen.
10_03_10_nytimes.com
11-03-10
Harper's G20 dazu gedrängt, Geheimhaltung anzugehen
Toronto- theglobeandmail.com berichtet, Transparency International habe in einem Brief die Regierungschefs der G20-Länder dazu aufgefordert, genauer über die Verwendung von Geldern für Konjunkturmaßnahmen zu informieren. Zudem habe Transparency einheitliche internationale Standards zur Bewertung von Versicherungs- und Bankvermögen und die Veröffentlichung der genauen Zuständigkeiten von Gruppen wie dem Basler Ausschuss für Bankenaufsicht verlangt. Die Vorsitzende von Transparency, Huguette Labelle, habe zudem die Veröffentlichung aller Studien solcher Organisationen gefordert.
10_03_09_theglobeandmail.com
08-03-10
Militär als Pate des Kahlschlags
Berlin- Laut neues-deutschland.de ist die Insel Borneo ein Epizentrum im Kampf um erneuerbare Energiequellen. Urwälder sollen hier Palmölplantagen weichen müssen. Dreh- und Angelpunkt der Entwaldung sei Indonesiens Armee. „Das Militär agiert als Koordinator, Investor, Schutzmacht und Aufpasser, der absichtlich den illegalen Abtransport des Holzes übersieht“, so Tirta N. Mursitama, Leiter des Centres for East Asia Cooperation Studies an der Universität von Indonesien. Zu groß, zu stark, zu mächtig seien diejenigen, die die uralten Wälder abholzen. Und zu korrupt seien jene wie Polizei und Politiker, die etwas gegen die meist illegalen Rodungen unternehmen könnten.
Über TI
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Korruptionsforschung und Studien
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Vermischtes
Maserati-Skandal: Chef-Gehalt der Treberhilfe weit über Durchschnitt
Berlin- welt.de berichtet, Teile des Aufsichtsrates sollen den Rückzug des Chefs der gemeinnützigen Berliner Treberhilfe, Harald Ehlert, gefordert haben. Der Berliner Senat wolle die Staatsanwaltschaft und die Steuerverwaltung einschalten. Ehlerts überdurchschnittliches Gehalt begründe den Verdacht der Zweckentfremdung öffentlicher Mittel, so Sozialsenatorin Bluhm. Die Höhe der an die Treberhilfe gezahlten Gelder werde nun ebenso geprüft wie ihre Gemeinnützigkeit. Aufsichtsratsvorsitzender Dane befürchte, dass Kräfte um Ehlert die Abberufung des Aufsichtsrates betreiben, um die Prüfung zu verhindern.
10_03_11_welt.de
11-03-10
Berliner Maserati-Affäre: Wohlfahrtsverbände bekommen verbindlichen Kodex
Berlin- morgenpost.de berichtet, der Senat wolle klare Verhaltensregeln für die Berliner Sozialwirtschaft erlassen, um die Zweckentfremdung von Geldern zu verhindern. Transparency Deutschland solle an deren Erarbeitung beratend beteiligt werden. Die Vergütung und die Kontrolle der Betriebe sollen klarer abgegrenzt werden. Soziale Einrichtungen sollen bei Verstößen aus der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege ausgeschlossen werden und somit keine Leistung mehr mit den Bezirken oder dem Land abrechnen können.
10_03_09_morgenpost.de
08-03-10
Bob Geldof bestreitet Spendenbetrug
Hamburg- Laut spiegel.de hat Bob Geldof, Organisator des Live-Aid-Benefizkonzerts von 1985, Berichte über millionenschweren Spendenbetrug scharf zurückgewiesen. Nach Informationen der BBC sollen sich äthiopische Rebellen in den achtziger Jahren Millionen Dollar an Hilfsgeldern erschlichen und für Waffen ausgegeben haben. Der Bericht stützte sich insbesondere auf die Aussagen eines früheren Mitglieds der damaligen Volksbefreiungsfront von Tigray. Geldof bezeichne die von der BBC zitierten Exil-Äthiopier als „nicht glaubwürdig“. Wenn die BBC ihm nur „einen Beweisschnipsel“ vorlege, werde er die Vorwürfe aber untersuchen lassen.

